Novemberrevolution und Räterepublik 1918/19 in Augsburg, München und Bayern

Tagebuch: 12. November 1918

Der »Rat der Volksbeauftragten« veröffentlicht ein sozialistisches  Programm als Aufruf. Mit dem Achtstundentag und dem Frauenwahlrecht finden sich darin auch die vermutlich nachhaltigsten sozialpolitischen Veränderungen der Novemberrevolution (Wortlaut hier).

Der Achtstundentag, der in Deutschland seit einem halben Jahrhundert gefordert wurde, soll ab dem 1. Januar 1919 gelten. Das Frauenwahlrecht, um das mindestens ebensolang gekämpft wurde, gilt ab sofort. Frauen sollen damit für alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften ein Wahlrecht besitzen.

Der »Rat der Volksbeauftragten«, die provisorisch amtierende Regierung Deutschlands, besteht aus drei Mehrheits-Sozialdemokraten sowie drei Unabhängigen Sozialdemokraten. Er  wurde am 10. November im Berliner Circus Busch von 3.000 Delegierten aus Arbeiter- und Soldatenräten bestätigt.

In Augsburg nimmt der Arbeiter- und Soldatenrat drei Mitglieder der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei auf. Bei dem Übergreifen der revolutionären Ereignisse auf Augsburg hatte sich im Laufe des 8. November zunächst die Mehrheits-Sozialdemokratie an die Spitze der Bewegung gesetzt und den Rat dominiert.

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