Novemberrevolution und Räterepublik 1918/19 in Augsburg, München und Bayern

Tagebuch: 2. Dezember 1918

Vor vier Jahren, am 2. Dezember 1914, stimmte der sozialistische Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht als einziger gegen die zweite Kriegskreditvorlage. Die Entscheidung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, im August 1914 Anleihen für das Morden zu bewilligen, spaltete die Partei letztlich.

Ein Jahr nach Liebknechts Votum stimmten bereits 20 Abgeordnete gegen weitere Kriegskredite. Im März 1916 wurden die “20 Dissidenten” aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion ausgeschlossen und gründeten die “sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft” als eigenständige Fraktion. Aus dieser ging im April 1917 die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) hervor.

In Augsburg zählte die Mehrheitssozialdemokratie im Jahr 1916 noch 920 Mitglieder, weitere 1508 Genossen wurden ins Militär eingezogen. Die USPD hingegen zählte im Mai 1918 schätzungsweise 300 Mitglieder. Mitglieder des von Liebknecht und Rosa Luxemburg geführten Spartakusbundes waren in Augsburg nur wenige bekannt.

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